Ashley PaulUS


Wer hinter dem Namen Ashley Paul „everybody’s darling“ vermutet, der liegt etwa so richtig wie der erste Schnee im August. Die Konservatorium-Absolventin experimentiert mit der uneingeschränkten und ungetrübten Freude eines Kleinkindes und skizziert mit Stimme, Perkussionsinstrumenten, Klarinette, Saxophon oder Gitarre dissonante Off-Traumwelten: Alles ist ein bisschen verschoben und verschroben, die Uhren laufen rückwärts und der Dampfkochtopf stösst schwarzen Rauch aus.

Sollten sämtliche Drogen-Referenzen in «Alice In Wonderland» wahr sein, dann gibt es nur einen Soundtrack, der dazu passen würde: Ashley Paul’s 2013er-Album «Line The Clouds». Zuckersüss malt sie darin unsere schwärzesten Träume mit Blut auf die Wandtafel, schaut über ihre Schulter in das Klassenzimmer und zwinkert uns Unwissenden zu. Der Schauer, der uns über den Rücken läuft, ist süss und sauer und lässt sämtliche Körpersäfte einfrieren. Welcome to paranoia paradise.
Freitag 28. November 2014
Palace
Grabenhalle
23:30
Samstag 29. November 2014
Palace